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500 Profile vorrätig

Alles rund um die Runderneuerung - das ist das Kerngeschäft der Ellerbrock Reifenrunderneuerungs-Technologie GmbH. Dabei versteht sich das nördlich von Hamburg ansässige Unternehmen nicht nur als Materialhersteller, der seine Kunden mit den entsprechenden Laufstreifen versorgt. "Wir verstehen uns als Problemlöser bei allen Fragen rund um die Reifenerneuerung", beschreibt Geschäftsführer Klaus Zimmermann die Philosophie des Unternehmens, das seit 10 Jahren zur italienischen Marangoni-Gruppe gehört. Die 120 Mitarbeiter von Ellerbrock produzieren und vertreiben jährlich etwa 15.000 Tonnen Material. Im Lieferprogramm befinden sich neben dem notwendigen Zubehör für die Runderneuerung etwa 500 verschiedene Profile. Damit gibt es für jeden Einsatz das richtige Profil. Nimmt man die unterschiedlichen Reifengrößen hinzu, sind es rund 1500 verschiedene Laufstreifen, die in dem modernen Produktionsstandort in Henstedt-Ulzburg gefertigt werden. Die Kunden des Unternehmens kommen aus ganz Europa und werden über ein eigenes Logistikzentrum innerhalb von 24 Stunden mit Ware versorgt.

Führt die Geschäfte: Klaus Zimmermann ist für das operative Geschäft des Reifenrunderneuerungsspezialisten Ellerbrock verantwortlich.



Statt Laufstreifen werden zur Runderneuerung nach dem Ringtread-System die Laufflächen als passgenaue Laufringe produziert.


Nahtlos in die 2. Runde

Ellerbrock bietet mit dem Ringtread-System eine neue Qualität bei der Reifenrunderneuerung

REIFEN. Neu oder runderneuert? Die Anhänger beider Reifenphilosophien stehen sich nach wie vor unversöhnlich gegenüber. Während gegenwärtig bei rund 60 Prozent der deutschen Nutzfahrzeughalter runderneuerte Reifen nicht auf die Felge kommen, schwören die anderen 40 Prozent auf die günstigeren Pneus mit erneuerter Sohle. Das Verhältnis könnte sich jetzt deutlich zugunsten der Runderneuerten verschieben. Der Grund heißt "Ringtread-System" und ist ein neues Runderneuerungsverfahren, das gegenwärtig von Ellerbrock Runderneuerungs-Technologie GmbH auf dem deutschen Markt eingeführt wird. Dieses System könnte die bislang klar gezogenen Grenzen zwischen neu und runderneuert verwischen. Anders als bei konventionellen Verfahren wird beim Ringtread-System nicht mehr ein neuer Laufstreifen um die kalte Karkasse herum vulkanisiert, sondern ein passgenauer und nahtloser Laufring auf die Karkasse aufgebracht. Das bringt eine völlig neue Qualität in die Reifenerneuerung und könnte auch bisherige Gegner vom Reifenrecycling überzeugen.


Die Nahtstelle entfällt

Wichtigster Vorteil des Ringtread-Systems: Der tendenzielle Schwachpunkt an der Naht zwischen beiden Laufstreifenenden entfällt, weil es keine Nahtstelle mehr gibt. Zugleich wird der Laufring bereits in der Produktion entsprechend seines späteren Einsatzes konturiert, was ebenfalls zu einem passgenauen Sitz des Laufrings auf der Karkasse beiträgt. Doch wo Licht ist, gibt es bekanntlich auch Schatten. Im Falle des Ringtread-Systems ist das die Anfangsinvestition, die auf die Runderneuerungsbetriebe zukommt. Wer mit dem Ringtread-System erneuern möchte, benötigt eine Belegvorrichtung für die Laufstreifen-Ringe.

 

 

"Damit sich eine solche Investition mittelfristig rechnet", so der Ellerbrock Marketing-Chef Dirk Rohmann, "ist ein Absatz von mindestens 2000, besser 4000 bis 5000 runderneuerten Reifen pro Jahr notwendig." Eine hohe Zielmarke für die in aller Regel mittelständisch ausgerichteten Runderneuerungsbetriebe. Gleichwohl ist Rohmann davon überzeugt, dass sich das Ringtread-System am Markt durchsetzen wird. Die Vorteile seien so groß, das selbst viele Gegner runderneuerter Reifen angesichts der hohen Qualitätsstandards der Ringtread-Erneuerten und des gleichzeitig anhaltenden Kostendrucks in der Transportbranche umsteigen werden.

Klaus Zimmermann, Geschäftsführer von Ellerbrock und Dirk Rohmann, Marketing-Direktor, sehen gute Marktchancen für ihr neues Premium-Produkt Ringtread-System.

 


 

Hohe Qualitätsstandards

In Sachen Mischung und Profil stehen die Laufstreifen aus dem Hause Ellerbrock ihren originalen Pendants ohnehin in nichts nach. Im Gegenteil: Die Ellerbrocker Erneuerungsspezialisten fertigen nicht nur Laufstreifen für mittelständische Runderneuerer sondern auch für international tätige Konzerne wie Good Year, die das Know-how und die Produkte von Ellerbrock für ihre eigenen Runderneuerungsaktivitäten nutzen.
Wie bei neuen Reifen wird jetzt europaweit die ECE Qualitätsnorm für runderneuerte Reifen eingeführt, für Lkw-Reifen die ECE 109. Namhafte Erneuerer haben sich bereits zertifizieren lassen und die damit verbundenen Trommelprüfstandstests erfüllt. Dies ist ein weiterer Qualitätsbeweis für runderneuerte Reifen und deren unbedenkliche Einsatzmöglichkeit.


Runderneuerte Reifen

Lange Zeit war ihr Image nicht das Beste. Heute stehen mit modernen Verfahren runderneuerte Reifen Neureifen qualitätsmäßig kaum nach. Hohe Laufleistung, optimierter Rollwiderstand, geringer Geräuschpegel; Runderneuerungsspezialisten wie die Ellerbrock Reifenrunderneuerungs-Technologie haben in den vergangenen Jahren viel Entwicklungsarbeit geleistet. Runderneuerung findet heute vor allem als sogenannte "Kalterneuerung" statt. Dabei werden die Temperaturen beim Aufvulkanisieren der neuen Laufflächen auf unter hundert Grad gehalten. Aufgezogen werden runderneuerte Reifen in Deutschland vor allem auf Baustellenfahrzeuge. Hier sind die Belastungen und die Abnutzung der Reifen besonders hoch. Aber auch im reifenzehrenden innerstädtischen Verteilerverkehr erfreuen sich die Runderneuerten großer Beliebtheit. Im Fernverkehr dagegen dominiert auch im Ersatzgeschäft der Neureifen. Das die inzwischen erreichten Qualitätsstandards in der Runderneuerung aber auch diesen Anforderungen längst gewachsen sind, machen die Skandinavier vor. Bei den Weltmeistern in Sachen Reifenwiederverwertung sind gegenwärtig rund 70 Prozent aller im Ersatzgeschäft bezogenen Reifen Runderneuerte. Ein Qualitätszeugnis der besonderen Art ist die Tatsache, dass Flugzeugreifen im Auftrag der Airlines heute bis zu sieben Mal runderneuert werden.



Die Ellerbrock-Kunden in ganz Europa werden in der Regel innerhalb von 24 Stunden beliefert. Der Versand erfolgt über ein eigenes Logistikzentrum.




Produktionsleiter Matthias Leppert in der Fertigung der Ringtread-System-Laufstreifen.

 


  Quelle: NFM März 2003


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Wir wollen aus Ringtread eine Marke machen ...