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Den Namen Ellerbrock nutzen 
Von Karlheinz Mutz

 

 

BEI ELLERBROCK löste Marco Mandrioli Dirk Rohmann als Geschäftsführer ab. Der Runderneuerungsexperte fliegt häufig von Verona nach Hamburg. Im italienischen Marangoni-Headquarter stehen für ihn weitere Managementfunktionen an. Eins steht für ihn schon heute fest: Die Marke Ellerbrock bleibt erhalten, sie soll nutzbringend eingesetzt werden.

GB: Welche Aufgaben erfüllen Sie für Ellerbrock in Deutschland?

M. M: Ich trat bei Marangoni Retreading System im Jahr 2005 ein und war für den Verkaufs- und Marketingbereich für das Gebiet Europa, Mittlerer Osten und Afrika verantwortlich. Seit dem 1. Februar 2006 bin ich zum Geschäftsführer der Ellerbrock GmbH mit dem Verantwortungsbereich für Verkauf und Marketing ernannt worden. 
Meine Hauptaufgabe ist es, die Effizienz der Runderneuerung bei der Ellerbrock GmbH und Marangoni zu verbessern. Ich trage die Verantwortung für die Konsolidierung der alten Marken (im Westen) und die Entwicklung neuer Geschäfte der sich herausbildenden Länder (im Osten und der GUS- Staaten). Darüber werde ich die wichtige Eingliederung von Ellerbrock in die Unternehmen der Gruppe fördern.
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Marco Mandrioli, Ellerbrock-Geschäftsführer, will die Marke weiter ausbauen. Sie soll in der Gruppe ihren Platz festigen.

 

 
 


GB: Macht es Sinn, zwei Marken in Deutschland zu vertreten: Ellerbrock und Marangoni? 

M. M.: Die Ellerbrock GmbH und Marangoni Tread S.P.A. sind zwei Unternehmen, die das gleiche Geschäftsfeld (Retreading Systems/ Runderneuerungssysteme) bei der Marangoni-Gruppe vertreten. Einer der Schlüsselpunkte der Verkaufs- und Marketingstrategie des Gebietes Retreading System ist ein komplettes Produktangebot und gleichzeitig muss jeder Manager einen klar definierten, geschäftlichen Verantwortungsbereich haben. 
Die Umsatzverantwortung für den deutschen Markt liegt fast vollständig bei Ellerbrock.

GB; Wird es da nicht noch schwieriger, mit »Ringtread« eine dritte Marke aufzubauen? 

M. M.: Wahrscheinlich gibt es da Verwirrung bei der Sicht der Produktmarke und der Unternehmensnamen. Ellerbrock und Marangoni sind Unternehmensnamen. 
Ringtread als Profilliner sind Marken von verschiedenen Produktlinien von Profilen und Ringen. Insbesondere ist Ringtread nicht nur ein Produkt, sondern ein komplettes Runderneuerungssystem, eine innovative Technologie, entwickelt und im Besitz der Marangoni Gruppe.
Es besteht keine Notwendigkeit, Ringtread einzuführen, denn es ist schon eine gute etablierte Produktmarke in Deutschland. Zuletzt hat die Ringtread-Technologie einen Marktanteil von 8 % erreicht. Die Vermarktung wird sehr aktiv von Ellerbrock betrieben.

GB: Wie wollen Sie beide Marken Ellerbrock/Marangoni Tread in Deutschland managen? 

M. M.: Wie Sie auf der Reifenmesse 2006 in Essen sehen werden, wird Ellerbrock als deutsches Unternehmen innerhalb der Marangoni-Gruppe präsent sein.
Es besteht kein Problem der zwei Marken Marangoni und Ellerbrock: Sie sind eine Einheit, haben dieselbe Organisation, gehören zur selben Unternehmensgruppe.

GB: Wird die Marke Ellerbrock die nächsten drei Jahre überstehen - oder planen Sie schon eher die Ablösung der Marke? 

M. M.: Dieses Problem besteht nicht, das Unternehmen Ellerbrock wird weiterhin die Produkte der Gruppe in Deutschland vertreiben. Im Gegenteil, es wird sehr wichtig sein, aus dem Unternehmensnamen Ellerbrock Kapital zu ziehen.

GB: Welche Absatzzahlen haben Sie 2005 realisiert, liegen Sie damit im Plan?

M. M.: Wie Sie der Präsentation von Mr. Apolloni entnehmen können, betragen die Umsatzzahlen der Runderneuerungsabteilung für 2005 rund 114 Millionen € und 36 Millionen € kommen von Ellerbrock.
Das ist in 2005 ein sehr gutes Ergebnis für Ellerbrock. Das Unternehmen musste die Schwierigkeiten nach dem Feuer wieder wettmachen.

GB: Welche Ziele schreiben Sie sich für 2006 und 2007 in die Auftragsbücher Runderneuerung Marangoni/Ellerbrock? 

M.M.: Wir ziehen es vor, keine detaillierten Zahlen zu nennen. Auf jeden Fall besteht die Verpflichtung der Gruppe, weiter zu wachsen, und zwar schneller als der Markt. Konsolidierung in Westeuropa und Wachstum in den östlichen Ländern ist sicherlich eine der wichtigen Richtlinien für die Ziele in 2006 und 2007.

GB: Welche Vorteile sprechen für Marangoni Tread im Vergleich zur Bridgestone-, Michelin-, Goodyear-Runderneuerung? 

M.M.: Die genannten Unternehmen sind durch die Bank Neureifenhersteller. Es ist eine Tatsache, dass sie dem Runderneuerungsgeschäft mehr und mehr Aufmerksamkeit widmen.
Wenn wir das gegenwärtige Szenario beobachten, können wir sehen, dass Marangoni Pläne zur Zusammenarbeit mit einer Reihe von Reifenhersteller hat, zum Beispiel Bridgestone, Goodyear und Pirelli.

GB: Wie erfolgreich hat Marangoni den Bereich Herstellung von Runderneuerungsanlagen im Jahr 2006 abgeschlossen?

M. M.: Fest steht: Unsere Ring-Technologie ist »einzigartig« und bis jetzt haben wir vier Fabriken in der Welt zur Produktion von Ringen entwickelt. Es bedeutet, dass wir schon auf drei Kontinenten mit unseren Produktionsstätten vertreten sind (Europa, Nordamerika, Südamerika). Zudem produzieren und bieten wir drei Sortimente von Profilen (Streifen) an: Profil Liner, Kontur, Classico.

GB: Will Marangoni mit anderen Runderneuerern kooperieren - zum Beispiet Bandag?

M.M.: Nein. Szenarien verändern sich schnell und im Geschäft ist jede Allianz möglich. Auf jeden Fall ist Bandag zurzeit sicherlich einer unserer Konkurrenten. Marangoni hat keine Verbindung oder die Absicht in diese Richtung zu gehen.

Quelle: AutoRäderReifen - Gummibereifung 5/2006

 

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